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Entdecke die Haustiere

Fische

Der Guppy

  • Haltung: im Süßwasseraquarium (Wasser: ca. 25 Grad Celsius)
  • Alter und Größe: bis zu vier Jahre, bis zu fünf cm lang
  • Besonders: Weibchen kann pro Monat über 20 Junge bekommen

Der Guppy ist in den fernen Tropen zu Hause – und in einem Bach im Westen Deutschlands. Dort setzte wohl jemand eine Gruppe dieser schillernden Fische einfach aus. Durch warmes Wasser aus einem Kohlekraftwerk in der Nähe konnten sie überleben. Denn der Guppy braucht warmes Wasser. Deshalb wird auch sein Aquarium immer beheizt. Dann vermehrt sich der farbenfrohe Fisch allerdings manchmal sehr schnell. Ein Weibchen kann es in seinem Leben auf über 2.000 Junge bringen. Daher nennt man den Guppy auch Millionenfisch. Einen Teil seiner Brut frisst er aber gleich wieder auf. Deshalb sollte die Brut im Aquarium in einem sogenannten Babybecken vor den Eltern geschützt werden.

Der Platy

  • Haltung: im Süßwasseraquarium (Wasser: 24 Grad Celsius)
  • Alter und Größe: bis zu fünf Jahre, bis zu sechs cm lang
  • Besonders: ein Fastentag pro Woche hält ihn fit

Friedlich durchstreift der Platy das Aquarium. Doch wehe, der Regenbogenfisch kommt in seine Nähe. Von ihm fühlt sich der Platy gestresst. Denn der verfressene Regenbogenfisch liebt Algen und macht sie dem Platy streitig. In der Natur leben beide Tiere weit entfernt voneinander und kommen sich nicht in die Quere. Sie sollten daher auch kein Aquarium teilen müssen.

Die Gesellschaft seiner Artgenossen braucht der Platy aber, das größere Weibchen wie das kleinere Männchen. Sie sind wie alle Fische in dieser Fibel Allesfresser und mögen zum Beispiel Fischflocken und lebendes Futter wie Wasserflöhe. Sie sollten aber nicht mehr bekommen, als sie in zwei bis drei Minuten fressen können. Denn überfütterte Fische sterben früher.

Der Panzerwels

  • Haltung: im Süßwasseraquarium mit wenigen Artgenossen
  • Alter und Größe: bis zu zehn Jahre, bis zu zwölf cm lang
  • Besonders: sind oft in der Dämmerung aktiv

Der Panzerwels trägt seinen Namen zu Recht: Sein schuppenloser Körper ist von einem Panzer aus Knochen bedeckt. Mit Vorliebe durchwühlt er den sandigen Boden im Aquarium nach Futterresten, die nach unten gesunken sind. Er ist sozusagen der gepanzerte „Müllschlucker“ unter den Fischen. Was die anderen Bewohner des Aquariums übrig lassen, reicht ihm aber nicht zum Überleben. Er braucht zusätzlich eigenes Futter. Sonst verhungert er. Wenn der Panzerwels nicht gerade im Sandboden nach Essbarem stöbert, ruht er sich gerne aus: abseits freier Sandflächen, geschützt von Wurzeln und Steinen. Mit anderen kleinen Fischen und Garnelen verträgt sich der gesellige Wels gut.

Der Goldfisch

  • Haltung: große Fische im Gartenteich, kleine auch im Aquarium
  • Alter und Größe: bis zu 25 Jahre, bis zu 41 cm lang
  • Besonders: braucht viel Platz, in der Gruppe halten

Der Goldfisch ist ein Geschöpf des Menschen. Einst züchteten ihn Chinesen aus einem Speisefisch, dem Karpfen. Über 2.500 Jahre soll das her sein. Viel später hörte ein französischer König von dem hübschen Fisch und schenkte ihn seiner Geliebten. So wurde der Goldfisch in Europa bekannt und beliebt, wie man sich erzählt. Wie damals lebt er auch heute bei vielen Menschen im Gartenteich. Kleine Goldfische kann man aber auch ausschließlich drinnen halten. Sie brauchen viel Platz zum Schwimmen, also ein mindestens 100 Zentimeter langes Aquarium. Auf keinen Fall gehören sie in ein rundes Glas. Darin bekommen sie nämlich zu wenig Sauerstoff und können sich schlecht orientieren.

Tote Fische im Palast

In den Palästen des alten Roms standen marmorne Kästen, in denen Fische schwammen. Die Tiere hatten die Becken noch nicht lange bewohnt, da trieben sie erstickt an der Oberfläche. Denn Fische atmen den Sauerstoff aus dem Wasser. Anders als im Meer oder im See ist er in einem Gefäß schnell aufgebraucht, wenn das Wasser nicht gewechselt wird. Das war den Römern unbekannt. Heute weiß man, dass eine Pumpe hilft. Sie verteilt das sauerstoffreiche Wasser von der Oberfläche im ganzen Aquarium. Die Pumpe ist in den Filter eingebaut, der in jedes Aquarium gehört. Er entfernt auch Schmutz aus dem Wasser.

Flohzirkus im Eimer

In jedem Platy schlummert der Jagdinstinkt, der ihn in der Wildnis am Leben hält. Er jagt zum Beispiel mit Vorliebe Wasserflöhe und verspeist sie. Wasserflöhe sind eigentlich gar keine Flöhe, sondern klitzekleine Krebse. Hat man sie einmal im Zoohandel gekauft, kann man sie leicht selbst nachzüchten. Dafür stellt man die Tierchen in einem Eimer Wasser an einen hellen Ort. Zu fressen bekommen sie aufgelöste Trockenhefe aus dem Küchenregal. In der Natur tummeln sich Wasserflöhe übrigens oft in Teichen. Man darf sie aber nicht ohne Erlaubnis des Teichbesitzers herausfischen.

Schwimmende Putzkolonne

Meere, Seen und Flüsse werden von der Natur gepflegt. Bakterien filtern den Schmutz heraus. Der Regen bringt frisches Wasser hinein. Für die Fische in den Gewässern ist dies lebenswichtig. Im Aquarium müssen wir Menschen die Pflege der Natur nachahmen. Das heißt: alle zwei bis vier Wochen das Wasser austauschen und „Fenster putzen“, also die Glaswände des Aquariums reinigen. Fische wie der Saugwels machen zwischendurch „sauber“: Sie fressen die Algen von den Scheiben. So sorgen sie auch für freie Sicht ins Aquarium. Je größer das Aquarium und je weniger Fische darin, desto seltener braucht man es sauber zu machen.

Schlafen mit offenen Augen

Fische schlafen heimlich. Denn anders als Menschen haben sie keine Lider, um ihre Augen zu schließen. Daher ruhen sie meist von uns unbemerkt mit offenen Augen: manche tagsüber, andere nachts. Sie sind dann weniger aufmerksam. Viele Fische verstecken sich deshalb beim Ruhen, um sich vor Feinden zu schützen. Wann sie schlafen, bestimmt in der Natur das Licht der Sonne. Es dringt in Meere, Seen und Flüsse. Im Aquarium muss die Beleuchtung aushelfen. Am besten brennen die Lampen im Aquarium immer zehn bis zwölf Stunden am Stück und werden nachts ausgeschaltet.

Wenn Tiere Ferien haben

Sommerurlaub – Was tun mit dem Haustier? Kleintiere wie Kaninchen können genauso wie Katzen von Freunden oder Nachbarn versorgt werden. Hunde kommen meist gerne mit in den Urlaub. Man kann sie gut gesichert im Auto transportieren. Sogar ins Flugzeug dürfen sie mit. Ins Ausland dürfen sie aber nur mit Tattoo oder Mikrochip reisen: Diese zeigen, um welches Tier es sich handelt und wem es gehört. Zum Reisen braucht es zudem einen Ausweis, wie wir. Darin muss zum Beispiel stehen, dass das Tier gegen Tollwut geimpft ist. Ohne Impfung könnte es die gefährliche Krankheit bei uns einschleppen.

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Was will ich mit dem Tier tun?

(Mehrfachnennung möglich)

Wie viel Zeit haben meine Eltern und ich für das Tier? *

* Es kann auch mehr Zeit nötig sein, zum Beispiel brauchen Jagdhunde längere Spaziergänge als Schoßhunde.

Sind wir oft genug da?

Wie viel können wir im Monat für das Tier ausgeben? *

* Ohne Anschaffungskosten, Kosten können auch höher sein.

Diese Tiere könnten gut für dich geeignet sein

Leider können wir Dir kein bestimmtes Tier vorschlagen. Dies liegt vielleicht daran, dass du zu wenig Zeit für ein Tier hast oder nicht genug Geld im Monat dafür ausgeben kannst. Denk immer daran: Ist ein Haustier erst einmal angeschafft, muss es gepflegt, gefüttert und beschäftigt werden. Auch wenn du mal keine Lust hast. Vielleicht gibt es ja in Deiner Nachbarschaft oder bei Freunden Tiere, um die du dich ab und zu kümmern kannst? Du kannst auch im Tierheim nachfragen, ob Du dort helfen kannst.

Es war nicht das richtige Tier für dich dabei?

Oder du möchtest Dich über andere Haustiere informieren? Hier findest du eine Tabelle, in der genauer dargestellt ist, was man bei welchem Tier beachten muss und für wen bestimmte Tiere geeignet sind. Denn bedenke: Ein Haustier begleitet dich und deine Familie meist jahrelang. Mehr Infos findest du auch in der Haustierfibel und den Unterrichtsmaterialien zu diesem Thema.