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Entdecke die Haustiere

Nagetiere und Kaninchen

Das Kaninchen

  • Haltung: als Paar oder Gruppe im Gehege, drinnen oder draußen
  • Alter und Größe: bis zu zehn Jahre, bis zu 50 cm lang
  • Besonders: isst seinen Kot, da dieser ein wichtiges Vitamin enthält

Das Kaninchen buddelt für sein Leben gern. In einem Außengehege ohne Boden kann es aber leicht einen Tunnel graben und ausbüxen. Daher versteckt man besser ein Drahtgeflecht weiter unten im Erdboden. Beim Graben draußen erledigt das Kaninchen seine Körperpflege gleich mit, denn meist wetzt es dabei seine Krallen ab. Drinnen hilft ihm ein Stück Sandpapier auf dem Boden dabei. Oder der Tierarzt kürzt die Krallen. Am wichtigsten ist aber, dass dem Kaninchen nie das Heu ausgeht. Wenn es nicht ständig mümmelt, bleibt das Essen im Magen stecken: Er hat kaum Muskeln, um den Essensbrei in den Darm zu drücken. Da hilft nur, mehr Nahrung nachzuschieben. Neben Heu frisst das Tier Obst, Gemüse und Kräuter.

Die Ratte

  • Haltung: in Gruppen im Käfig, besser nur Männchen/Weibchen
  • Alter und Größe: bis zu vier Jahre, ohne Schwanz bis zu 26 cm lang
  • Besonders: will täglich mindestens zwei Stunden Beschäftigung

Die Ratte ist unter den Nagern der beste Freund des Menschen. Sie lässt sich zu gerne von uns streicheln. In ihrer Umgebung findet sich die verspielte Ratte auch über den Geruch zurecht. Deshalb sollte beim Saubermachen ein kleiner Teil der alten Streu im Käfig bleiben. Dann riecht er für das Nagetier nach Zuhause. Die Ratte erschnuppert mit ihrer feinen Nase auch ihren Besitzer und schließt beim Kraulen Freundschaft mit ihm. Ratten brauchen Auslauf und manche lassen sich sogar Tricks beibringen. Überhaupt sind sie klug und neugierig. Nur stundenlang offen stehende Fenster können sie nicht leiden. Denn von Durchzug können sich die Tiere eine Erkältung holen.

Das Meerschweinchen

  • Haltung: als Paar oder Gruppe im großen Käfig, dazu Freilauf
  • Alter und Größe: bis zu acht Jahre, etwa 25 cm lang
  • Besonders: braucht Heu und täglich frisches Futter wie Salat

Die wilden Verwandten des Meerschweinchens leben in den kargen Bergen Südamerikas. Dort sind sie immer auf der Hut vor Greifvögeln. Denn die fliegenden Raubtiere wollen sie fressen. Deshalb möchte ein Meerschweinchen weglaufen, wenn es von oben gegriffen und aus dem Stall genommen wird. Manchmal pfeift oder tschirpt es dann vor Angst. Beruhigender für das Meerschweinchen ist es, wenn man zuerst von vorn eine Hand unter seinen Körper schiebt. Die zweite Hand kommt von hinten an die Seite des Tiers und dann wird es hochgehoben. Das kann kein Greifvogel, nur ein fürsorglicher Mensch, der den Nager danach an seinen Oberkörper schmiegt. Lieber als auf dem Arm ist das Bewegungstier aber aktiv. Ein Stall mit vielen Verstecken und ein paar Zweigen zum Nagen macht es froh.

Der Degu

  • Haltung: als Paar oder Gruppe im Käfig mit Klettereinrichtung
  • Alter und Größe: bis zu sechs Jahre, ohne Schwanz bis 15 cm lang
  • Besonders: lässt sich nicht gerne festhalten und selten streicheln

Der Degu ist ein richtiger Familientyp. In seiner Heimat, dem Buschland Südamerikas, lebt der entfernte Verwandte des Meerschweinchens in Clans. Wer nicht dazugehört, wird bis zum Tod bekämpft. Auch für Haustier-Degus gilt dieses Gesetz. Daher sollte ein erwachsenes Tier nie einfach zu einer neuen Gruppe in den Käfig gesetzt werden. In ihrem Zuhause brauchen Degus viel Platz und viel Streu, da sie gerne graben. Die Käfige, die man kaufen kann, sind dafür zu klein. Da hilft nur selbst bauen: aus einem Aquarium mit einem großen Gitteraufsatz. Statt Wasser kommt Streu ins Aquarium – und unter anderem eine Schale mit Degusand. Beim Sandbad pflegen die Tiere ihr Fell. Zu fressen bekommen sie Heu, Kräuter, Gemüse sowie Grassaaten, die zum Beispiel in Kanarienvogelfutter stecken.

Die Farbmaus

  • Haltung: in Gruppen in einem gut belüfteten Käfig
  • Alter und Größe: bis zu drei Jahre, ohne Schwanz bis zu elf cm lang
  • Besonders: hält mit dem Schwanz ihr Gleichgewicht

Mit Speck lockt man Mäuse, aber noch besser geht es mit Nüssen. Sie sind das Leibgericht der zahmen Farbmaus. Denn Nüsse geben ihr viel Energie. Die benötigt sie vor allem zum Klettern. Aktiv ist sie nicht nur tagsüber, sondern auch nachts. Daher sollte ihr Käfig besser nicht im Schlafzimmer stehen. 
In ihrem Zuhause machen Röhren, Leitern und Kletterseile 
das Mäuseleben spannend. Die Entdeckerin liebt es außerdem, wenn regelmäßig umgebaut wird. Beim Essen ist sie aber ein Gewohnheitstier: Wichtig ist ihr, dass sie stets zur selben Zeit gefüttert wird. Jeden Tag sollten Körner und Frisches auf ihrem Speiseplan stehen. Sie braucht auch tierische Nahrung wie Ei. Angefasst wird die Farbmaus nicht gern. Muss es doch einmal sein, sollte man wegen ihrer zarten Knochen vorsichtig sein.

Gefährliche Genüsse

Der Degu und andere Haustiere können gute Freunde für den Menschen werden. Klar, dass man auch kleine Leckereien wie Schokolade, Eis oder Gebäck mit ihnen teilen möchte. Doch was lieb gemeint ist, wird den Tieren im schlimmsten Fall zum Verhängnis: Den Degu kann Süßes zuckerkrank machen. Diese Krankheit bringt zum Beispiel sein Augenlicht in Gefahr. Auch süßes Obst sollte der Nager deshalb nicht bekommen. Für Hund und Katze ist Schokolade sogar giftig. Fressen sie zu viel davon, können sie sterben.

Die Ratte und der schwarze Tod

Im Mittelalter brachten Flöhe wilder Ratten den Menschen eine schreckliche Krankheit: die Pest. Zuerst bekamen die Menschen Fieber, dann schwarze Flecken und Beulen am ganzen Körper. Schließlich starben sie. Den „Schwarzen Tod“ übertragen wilde Ratten in Deutschland nicht mehr. Sie können uns aber mit anderen Krankheiten anstecken. Unter dem schlechten Ruf der Krankheitsüberträger leiden bis heute auch gezüchtete Ratten. Dabei haben sie nichts mit wilden Ratten zu tun. Ihre Besitzer gehen mit ihnen zum Tierarzt, wenn sie krank sind. Die zahmen Tiere putzen sich gegenseitig und mögen ein sauberes Zuhause. Einmal in der Woche sollte man ihren Käfig reinigen.

Im Schutz der Nacht

Wenn sich der Mensch zur Ruhe legt, stehen nachtaktive Tiere wie der Hamster auf. Mit besonderen Pupillen, gutem Tast-, Hör- oder Geruchssinn haben sich Nachttiere ans Dunkel angepasst. Für ihre wilden Vorfahren war das wohl überlebenswichtig. Die Nacht verbarg sie vor Feinden. Wenn nachtaktive Tiere tagsüber geweckt werden, ist das so, als wenn uns das nachts passiert: Es stresst sie und kann sie aggressiv machen. Sie sind daher als Haustiere für Menschen geeignet, die nachts oder spät abends wach sind – für Erwachsene.

Wenn Tiere Ferien haben

Sommerurlaub – Was tun mit dem Haustier? Kleintiere wie Kaninchen können genauso wie Katzen von Freunden oder Nachbarn versorgt werden. Hunde kommen meist gerne mit in den Urlaub. Man kann sie gut gesichert im Auto transportieren. Sogar ins Flugzeug dürfen sie mit. Ins Ausland dürfen sie aber nur mit Tattoo oder Mikrochip reisen: Diese zeigen, um welches Tier es sich handelt und wem es gehört. Zum Reisen braucht es zudem einen Ausweis, wie wir. Darin muss zum Beispiel stehen, dass das Tier gegen Tollwut geimpft ist. Ohne Impfung könnte es die gefährliche Krankheit bei uns einschleppen.

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Was will ich mit dem Tier tun?

(Mehrfachnennung möglich)

Wie viel Zeit haben meine Eltern und ich für das Tier? *

* Es kann auch mehr Zeit nötig sein, zum Beispiel brauchen Jagdhunde längere Spaziergänge als Schoßhunde.

Sind wir oft genug da?

Wie viel können wir im Monat für das Tier ausgeben? *

* Ohne Anschaffungskosten, Kosten können auch höher sein.

Diese Tiere könnten gut für dich geeignet sein

Leider können wir Dir kein bestimmtes Tier vorschlagen. Dies liegt vielleicht daran, dass du zu wenig Zeit für ein Tier hast oder nicht genug Geld im Monat dafür ausgeben kannst. Denk immer daran: Ist ein Haustier erst einmal angeschafft, muss es gepflegt, gefüttert und beschäftigt werden. Auch wenn du mal keine Lust hast. Vielleicht gibt es ja in Deiner Nachbarschaft oder bei Freunden Tiere, um die du dich ab und zu kümmern kannst? Du kannst auch im Tierheim nachfragen, ob Du dort helfen kannst.

Es war nicht das richtige Tier für dich dabei?

Oder du möchtest Dich über andere Haustiere informieren? Hier findest du eine Tabelle, in der genauer dargestellt ist, was man bei welchem Tier beachten muss und für wen bestimmte Tiere geeignet sind. Denn bedenke: Ein Haustier begleitet dich und deine Familie meist jahrelang. Mehr Infos findest du auch in der Haustierfibel und den Unterrichtsmaterialien zu diesem Thema.