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Entdecke die Haustiere

Katzen

Die Hauskatze

  • Haltung: in Wohnung oder Haus, möglichst mit Auslauf draußen
  • Alter und Größe: bis zu 20 Jahre, mit Schwanz etwa 75 cm lang
  • Besonders: kurzes Fell, braucht viel Bewegung und Beschäftigung

Das Wesen einer Hauskatze ist so einzigartig wie das Muster ihres Fells: Es gibt verschmuste Tiere, verspielte, schüchterne, draufgängerische und viele mehr. Es lohnt sich also, Zeit mit einer Katze zu verbringen und sie kennenzulernen, bevor man sie zu sich nimmt. Auf samtenen Pfoten geht jede auf Jagd. Denn die Hauskatze ist die Nachfahrin der wilden Falbkatze, die in den Vorratslagern der Menschen Mäuse zu fangen begann. Noch heute liegt ihr das Jagen im Blut. Sie lauert ihrer Beute lautlos auf und fängt sie mit einem Satz. Neben Mäusen fressen Katzen vor allem Dosenfutter sowie Trockenfutter zur Zahnpflege. Sie mögen lieber Milch als Wasser, bekommen davon aber Durchfall.

Die heilige Birma

  • Haltung: in Wohnung oder Haus, möglichst mit Auslauf draußen
  • Alter und Größe: bis zu 20 Jahre, mit Schwanz bis zu 95 cm lang
  • Besonders: zum Fellwechsel bürsten, braucht viel Gesellschaft

Die weiße Tempelkatze Sinh besuchte einen sterbenden Oberpriester. Voller Anteilnahme legte sie ihm die Pfote auf die Brust. Als er starb, blieben ihre Pfoten weiß. Kopf, Schwanz und Beine wurden dunkel, der Rücken golden und die Augen blau. So heißt es in der Legende der Heiligen Birma. Fest steht, dass die gezüchtete Katze klug, verschmust, verspielt und ruhig ist. Sie fordert selten etwas laut miauend ein. Ihr Besitzer muss an ihrem Verhalten ablesen, was sie möchte. Umgänglich wie sie ist, verträgt sie sich sogar mit Hunden. Manche Hundegesten gibt es in der Katzenwelt allerdings nicht. Die Tiere sollten daher zusammen aufwachsen. Dann lernen sie die Sprache des anderen.

Die norwegische Waldkatze

  • Haltung: in Wohnung oder Haus, möglichst mit Auslauf draußen
  • Alter und Größe: bis zu 15 Jahre, mit Schwanz bis zu 130 cm lang
  • Besonders: wird selten krank, kommt gut mit Hunden aus

Einst lebte eine große, halbwilde Katzenart in der Nähe einsamer, norwegischer Bauernhöfe. Sie trotzte schon damals eisiger Kälte. Denn das warme Fell der Norwegischen Waldkatze lässt Nässe abperlen: Über ihrer dichten Unterwolle liegen leicht fettige Grannenhaare. Wenn sie im Frühjahr Haar verliert, schützt Bürsten ihr Fell vorm Verfilzen. Die Norwegerin ist auch als Haustier selbstständig und freiheitsliebend geblieben. Sie lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen, mag Schmusestunden und spielt gerne mit Kindern. In ihrem Fellspielzeug sollte nie Draht, Metall, Glas oder Hartplastik stecken. Daran können Katzen sich verletzen.

Göttin und Geschöpf des Teufels

Im antiken Ägypten wurden Katzen als Göttinnen verehrt. Im Mittelalter wurden sie als Geschöpfe des Teufels und Tiere der Hexen verdammt. Katzen wurden geliebt und gehasst. Wohl auch deshalb, weil sie bis heute ihren wilden Vorfahren ähneln. Sie wurden nie vom Menschen zu Haustieren gemacht. Sie kamen selbst zu ihm und passten sich freiwillig an, um Futter zu bekommen. Bis heute lassen sie sich nur begrenzt erziehen. Am besten hilft eine Belohnung für gutes Verhalten, wie bei jedem Tier. Katzen tun Verbotenes? Die größten Chancen auf Erfolg haben ein „Nein“ oder ein Händeklatschen.

Stubentiger mit Freiheitsliebe

Katzen lieben es, draußen herumzustreifen. Manche Rassen können aber leichter darauf verzichten als andere und nur in der Wohnung leben. Die drei Katzen auf dieser Seite gehören zum Beispiel dazu.

Die britisch Kurzhaar

zurückhaltend und unkompliziert – ein sanfter Riese

Die Siamkatze

miaut viel, fordernd, liebt oft nur eine Person, für erfahrene Katzenkenner

Die Perserkatze

ruhig, braucht viel Fellpflege, leidet teilweise unter Überzüchtung

Die Maine Coon

unabhängig, freiheitsliebend, verspielt, meist keine Schoßkatze

Die Karthäuser (Chartreux)

lieb, anhänglich, verspielt, mag keine Hektik

Saubere Abenteurerin

Anders als Abenteurer im Film sieht die unternehmungslustige Katze stets perfekt gestriegelt aus. Ihre angeborene Reinlichkeit ist ein Gesundheitsschutz: Putzen sorgt für ein nässegeschütztes Fell und entfernt Ungeziefer. Schmutzige Näpfe und Toiletten benutzt die Katze nicht. Ihr Klo teilt sie meist nicht. Neben Sauberkeit wünscht sie sich Abenteuer in der Wohnung: Sie liebt Kratzbäume zum Krallen wetzen und Regalbretter in verschiedenen Höhen zum Turnen und Spähen. Die Welt draußen beobachtet sie am liebsten von einem Balkon aus, der mit einem Katzennetz gesichert ist. Aber ein Platz am Fenster tut es auch. Mindestens sechs Stunden am Tag sollte ein Mensch da sein, an den sich die Katze wenden kann. Wenn sie nur in der Wohnung lebt, braucht sie von ihm besonders viel Aufmerksamkeit. Am besten lebt sie dann mit einer zweiten Katze zusammen. Gerade junge Stubentiger brauchen einen Spielkameraden.

Streuner auf den Straßen

Viele Katzen leben herrenlos als Streuner auf der Straße oder
 in der Natur. Doch Katzen sind nicht an ein Leben ohne den Menschen angepasst. Sie bekommen Krankheiten und hungern. Wer eine verwahrloste Katze öfter sieht, ruft am besten den örtlichen Tierschutzverein an. Der kann eventuell helfen und die Katze einfangen. Dann wird sie geimpft und kastriert: Sie wird operiert, sodass sie keine Junge mehr bekommen oder zeugen kann. So müssen nicht noch mehr Kätzchen auf der Straße leben. Auch eigene Katzen und Kater sollte man früh kastrieren. Dann kommen zu Hause keine unerwünschten Katzenkinder zur Welt und der eigene Kater sorgt nicht für Nachwuchs auf der Straße.

Stinkende Botschaften

Es gibt wohl kaum ein Tier, das sein Geschäft so gründlich vergräbt wie die Katze. Und doch markieren vor allem Kater mit Urin ihr Revier. Manche legen an die Grenzen sogar Kot. So zeigen sie Eindringlingen, wer dort Herr ist. Katzen hingegen nutzen Kothäufchen, um zur Paarungszeit Kater anzulocken. Gegen die Urin-Botschaften der Kater können Menschen mit einer Kastration vorgehen. Diese Operation beendet das Markieren meist und verhindert, dass die Tiere Nachkommen zeugen können. Kastrierte Kater sind ausgeglichener und führen weniger blutige Kämpfe. Sie verschwinden auch nicht mehr tagelang oder sogar für immer, weil sie paarungswillige Katzen suchen.

Die Sprache der Katzen

Die Katze schnurrt, miaut und knurrt. Doch viel öfter spricht sie lautlos zu uns. Mit ihrem Körper gibt sie uns zuerst nur sehr kleine Signale. Wer Abwehrgesten missachtet, bekommt schon mal die Krallen zu spüren.

Freundlich

Körper entspannt, Schwanz nach oben gereckt, Augen blinzeln, kann miauen oder schnurren.

Genervt

Ohren zur Seite, Pupillen klein oder mittelgroß, zuckende Schwanzspitze, Körper leicht angespannt.

Drohend

Macht sich groß, Buckel, starrer Blick, Ohren zur Seite oder angelegt, Fell gesträubt, kann knurren und fauchen.

Spielbereit

Rückenlage mit Herumrollen. Zeigen sich erste „Genervt“- oder „Droh“-Signale, ist die Spielstunde vorbei!

Ängstlich

Geduckt, große Pupillen, Ohren zur Seite oder angelegt, Schwanz unter oder an den Körper geklemmt.

Katzenmama Mensch

Katzen haben eine Extrasprache für Menschen: das Miauen. Untereinander maunzen erwachsene Tiere kaum, nur Katzenjunge sprechen so mit ihrer Mutter. Vielleicht halten uns die Miezen also für eine Art Mama. Oder sie haben einfach festgestellt, dass wir auf ihr „Miau“ reagieren: Wir geben ihnen, was sie möchten, zum Beispiel Futter. Katzen verhalten sich auch beim Schmusen wie Babys. Auf unserem Schoß ahmen sie die Pfotenbewegung von Kätzchen beim Milchtrinken nach: Sie massieren uns mit sanften Pfotentritten, wie Katzenjunge es mit den Zitzen ihrer Mutter tun. Das Auf- und Abtreten erwachsener Miezen ist wie Ablecken, Nuckeln und Anknabbern ein Liebesbeweis und kein Grund zum Schimpfen. Stößt sich die Katze beim Streicheln 
aber plötzlich mit den Pfoten vom Menschen ab, soll er damit aufhören. Sonst fährt sie die Krallen aus. Je stärker ihr Schwanz schlägt, umso wahrscheinlicher ist ein Angriff.

Gefährliche Genüsse

Der Degu und andere Haustiere können gute Freunde für den Menschen werden. Klar, dass man auch kleine Leckereien wie Schokolade, Eis oder Gebäck mit ihnen teilen möchte. Doch was lieb gemeint ist, wird den Tieren im schlimmsten Fall zum Verhängnis: Den Degu kann Süßes zuckerkrank machen. Diese Krankheit bringt zum Beispiel sein Augenlicht in Gefahr. Auch süßes Obst sollte der Nager deshalb nicht bekommen. Für Hund und Katze ist Schokolade sogar giftig. Fressen sie zu viel davon, können sie sterben.

Wenn Tiere Ferien haben

Sommerurlaub – Was tun mit dem Haustier? Kleintiere wie Kaninchen können genauso wie Katzen von Freunden oder Nachbarn versorgt werden. Hunde kommen meist gerne mit in den Urlaub. Man kann sie gut gesichert im Auto transportieren. Sogar ins Flugzeug dürfen sie mit. Ins Ausland dürfen sie aber nur mit Tattoo oder Mikrochip reisen: Diese zeigen, um welches Tier es sich handelt und wem es gehört. Zum Reisen braucht es zudem einen Ausweis, wie wir. Darin muss zum Beispiel stehen, dass das Tier gegen Tollwut geimpft ist. Ohne Impfung könnte es die gefährliche Krankheit bei uns einschleppen.

Krankhaft schön

Der Mensch hat die Französische Bulldogge so gezüchtet, dass sie wie ein süßer Welpe aussieht: mit großem Kopf und kleiner Schnauze. Je kürzer ihre Schnauze, desto schlechter bekommt sie aber Luft. Auch die Perserkatze kann mit ihrem eingedrückten Gesicht Probleme beim Atmen und Fressen haben. Werden Tiere so gezüchtet, dass sie leiden, nennt man das Qualzucht. Sie ist nach dem Tierschutzgesetz verboten. Ein Beispiel für Qualzucht ist die Zucht mit tauben Katzen, die dies möglicherweise an ihre Kinder weitergeben. Ganz weiße Katzen haben oft dieses Problem. Deshalb sollten Züchter mit ihnen einen Hörtest machen, bevor die Tiere Nachwuchs bekommen dürfen.

Vermisst!

Jedes Jahr entlaufen in Deutschland 300.000 Hunde und Katzen. Sie erschrecken sich zum Beispiel, rasen los und finden nicht mehr nach Hause. Zum Glück gibt es eine Art Namensschild für Tiere, das sie nicht verlieren können: einen Microchip oder eine Tätowierung, die der Tierarzt anbringt. Auf beiden ist ein Code. Den kann man in eine Datenbank eintragen, zum Beispiel bei TASSO e. V. oder dem Deutschen Haustierregister. Wenn dann ein Tier gefunden wird, lässt sich der Besitzer leicht mit dem Code ausfindig machen.

Du wünschst Dir ein Haustier und möchtest wissen, welches Tier am besten zu dir passt? Dann mach mit bei unserem Haustier-Check!

Was will ich mit dem Tier tun?

(Mehrfachnennung möglich)

Wie viel Zeit haben meine Eltern und ich für das Tier? *

* Es kann auch mehr Zeit nötig sein, zum Beispiel brauchen Jagdhunde längere Spaziergänge als Schoßhunde.

Sind wir oft genug da?

Wie viel können wir im Monat für das Tier ausgeben? *

* Ohne Anschaffungskosten, Kosten können auch höher sein.

Diese Tiere könnten gut für dich geeignet sein

Leider können wir Dir kein bestimmtes Tier vorschlagen. Dies liegt vielleicht daran, dass du zu wenig Zeit für ein Tier hast oder nicht genug Geld im Monat dafür ausgeben kannst. Denk immer daran: Ist ein Haustier erst einmal angeschafft, muss es gepflegt, gefüttert und beschäftigt werden. Auch wenn du mal keine Lust hast. Vielleicht gibt es ja in Deiner Nachbarschaft oder bei Freunden Tiere, um die du dich ab und zu kümmern kannst? Du kannst auch im Tierheim nachfragen, ob Du dort helfen kannst.

Es war nicht das richtige Tier für dich dabei?

Oder du möchtest Dich über andere Haustiere informieren? Hier findest du eine Tabelle, in der genauer dargestellt ist, was man bei welchem Tier beachten muss und für wen bestimmte Tiere geeignet sind. Denn bedenke: Ein Haustier begleitet dich und deine Familie meist jahrelang. Mehr Infos findest du auch in der Haustierfibel und den Unterrichtsmaterialien zu diesem Thema.