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Entdecke die Haustiere

Hunde

Labrador Retriever

  • Haltung: in Wohnung oder Haus mit sehr viel Auslauf draußen
  • Alter und Größe: bis zu 13 Jahre, bis zu 57 cm Schulterhöhe
  • Besonders: braucht viel Bewegung, aber wenig Pflege

Seinem Hundeblick kann kaum jemand widerstehen: Der Labrador liebt Essen und bettelt oft darum. Sein großer Appetit ist ihm angeboren. Deshalb frisst er gerne mehr Dosen- und Trockenfutter als nötig – und wird fett. Wer den treuen Hund hält, sollte daher genau darauf achten, wie viel dieser frisst. Und er sollte am besten sportlich sein. Denn der Jagdhund liebt ausgedehnte Spaziergänge, bevorzugt im Dauerlauf und mit der ganzen Familie. Sein menschliches Rudel ist für den treuen Labrador das Wichtigste, besonders für Kinder würde er alles tun. Weil er seine Menschen immer glücklich machen möchte, reicht oft eine Belohnung für gute Leistungen, damit das kluge Tier gehorcht. Es sollten nur nicht immer Hundeleckerlis sein. Loben und Kraulen reichen voll und ganz.

West Highland White Terrier

  • Haltung: in Wohnung oder Haus mit viel Auslauf draußen
  • Alter und Größe: bis zu 16 Jahre, etwa 28 cm Schulterhöhe
  • Besonders: verspielt, stöbert auf Spaziergängen gern im Unterholz

Im Nebel der schottischen Berge lebten Jagdhunde mit dunklem Fell gefährlich. Die Sicht war so schlecht, dass ein Tier mit einem Fuchs verwechselt und erschossen wurde. Damit das nicht wieder passierte, soll ein schneeweißer Hund gezüchtet worden sein: der West Highland White Terrier. Sein Fell strahlt hell in der düsteren Gegend. Gegruselt hat er sich in all dem Nebel sicher nie. Denn der Westie ist alles andere als ein Angsthase. Er hat sehr viel Selbstbewusstsein und ist ständig zu Streichen aufgelegt. Wer ihn erziehen will, braucht viel Geduld und muss sich durchsetzen können. Trotz seiner geringen Größe ist der Westie kein ruhiger Schoßhund. Im Gegenteil: Er braucht sehr viel Bewegung. Langweilig wird es mit ihm nie. Wenn er mag, lernt er sogar kleine Tricks.

Der Pudel

  • Haltung: in Wohnung oder Haus mit viel Auslauf draußen
  • Alter und Größe: bis zu 15 Jahre, je Sorte 28 bis 60 cm Schulterhöhe
  • Besonders: braucht viel Beschäftigung und Pflege

Ein Sprung ins Wasser und der Ente hinterher – so sah früher ein Pudelleben aus. Der clevere Lockenkopf wurde für die Entenjagd gezüchtet. Damit er schneller schwimmen konnte, schoren ihn die Menschen. Auch heute muss sein Fell alle paar Wochen entfernt und mehrmals die Woche gekämmt werden. Sonst verfilzt es. Neben dem Scheren ist die Lust des Pudels am Laufen geblieben: Er liebt tägliche, ausgedehnte Spaziergänge. Klug wie er ist, braucht der Pudel vor allem immer wieder neue Aufgaben. Er lässt sich leicht dressieren und liebt es, kleine Kunststücke einzustudieren. Ist ihm jedoch langweilig, sucht er zum Beispiel mit Bellen unsere Aufmerksamkeit.

Die Französische Bulldogge

  • Haltung: in Wohnung oder Haus mit viel Auslauf draußen
  • Alter und Größe: bis zu zehn Jahre, etwa 35 cm Schulterhöhe
  • Besonders: verspielt, braucht viel Aufmerksamkeit

Die Französische Bulldogge flitzte vor 150 Jahren als Rattenfängerin durch die Pariser Markthallen. Damals waren die Marktbesucher von ihrem drolligen Aussehen so entzückt, dass sie schnell zu einem begehrten Schoßhund wurde. Der kleine Hund liebte schon auf dem Markt das geschäftige Treiben und die Gesellschaft der Menschen. Das hat sich bis heute nicht geändert: Er begleitet seinen Besitzer überallhin – auch ins Bett. Dort ist das Tier immer wieder zu finden, wenn es nicht von Anfang an daran gewöhnt wird, im Körbchen zu schlafen. Das mag sicher nicht jeder. Denn durch ihre kurze Nase schnarcht die Französische Bulldogge oft.

Freund und Helfer Hund

Hunde sind nicht nur Haus-, sondern auch Arbeitstiere. Welcher Hund welche Aufgaben gut erfüllen kann, hängt von der Rasse ab.

Hirten- und Hütehunde
Langhaar-Collie

freundlich, beschützt sein Rudel, zu dem auch andere Tiere und Kinder gehören können

Gebrauchs- und Diensthunde
Schäferhund

braucht das Lernen und Arbeiten, furchtlos und kämpferisch, gehorcht gut

Schoßhunde
Chihuahua

liebt spielen und laufen, ist zwar klein, hat aber Bedürfnisse wie jeder andere Hund

Jagdhunde
Beagle

zutraulich, klug, läuft und jagt gern

Wach- und Schutzhunde
Neufundländer

lieb, ruhig, verteidigt sein Revier

Wie der Mensch auf den Hund kam

Vor langer Zeit begannen Wölfe um die Lager der Menschen zu streifen. Sie rochen deren Jagdbeute und wollten etwas davon abhaben. Unsere Ahnen begannen, Wolfsjunge mit der Hand aufzuziehen und gewöhnten sie an sich. Die zahmsten Wölfe ließen sie Junge bekommen und setzten sie als Jagdhelfer ein. Durch diese Züchtung wurden die Wölfe mit der Zeit zu zahmen Hunden. So begann vor mindestens 15.000, vielleicht sogar 100.000 Jahren die Geschichte des ältesten Haustiers, glauben Forscher. Noch heute hilft der Hund uns bei vielen Dingen. Für die einzelnen Aufgaben wurden verschiedene Rassen gezüchtet. Sie behalten ihre Eigenschaften auch, wenn die Hunde nur als Haustier gehalten werden. Jagdhunde wie der Beagle brauchen meist viel Auslauf. Als Gebrauchshund geeignete Tiere wie der Schäferhund sollten eine Aufgabe haben, zum Beispiel als Polizeihund.

Vermisst!

Jedes Jahr entlaufen in Deutschland 300.000 Hunde und Katzen. Sie erschrecken sich zum Beispiel, rasen los und finden nicht mehr nach Hause. Zum Glück gibt es eine Art Namensschild für Tiere, das sie nicht verlieren können: einen Microchip oder eine Tätowierung, die der Tierarzt anbringt. Auf beiden ist ein Code. Den kann man in eine Datenbank eintragen, zum Beispiel bei TASSO e. V. oder dem Deutschen Haustierregister. Wenn dann ein Tier gefunden wird, lässt sich der Besitzer leicht mit dem Code ausfindig machen.

Finstere Geschäfte mit Hundebabys

„Süße Hundewelpen, günstig und sofort zum Mitnehmen.“ Zu so einem Angebot Nein zu sagen, ist schwer – aber richtig. Dahinter können Kriminelle stecken, denen das Wohl der Welpen egal ist. Die Hundekinder sind oft krank und wurden zu früh von ihrer Mutter getrennt. Das ist in Deutschland nicht erlaubt. Wer die Welpen aus Mitleid kauft, unterstützt die kriminellen Händler mit Geld. Wie man ehrliche Verkäufer erkennt? Sie können einem Käufer das Muttertier und die Geschwister zeigen sowie Nachweise über die Herkunft des Welpen und seine Impfungen.

Die Sprache der Hunde

Wie hält der Hund Schwanz und Kopf? Wie stehen seine Ohren? Macht er sich groß oder klein? Wer wissen will, was ein Hund fühlt, sollte sich diese Fragen stellen. Denn Hunde wie dieser Mischling sprechen mit ihrem Körper zu uns.

Spielbereit

Nur der Hintern ist hochgereckt, Schwanz wedelt, Kopf bewegt sich leicht hin und her, Maul leicht geöffnet.

Ängstlich

Macht sich klein, Schwanz zwischen die Beine geklemmt, Ohren eng am Kopf, manchmal Winseln.

Unterwürfig

Liegt auf dem Rücken oder macht sich klein, schaut zur Seite, Schwanz hängt herunter oder ist zwischen die Beine geklemmt.

Freundlich

Entspannter Körper, Ohren nach vorn gestellt, Maul leicht geöffnet, Schwanz wedelt.

Drohend

Starrer Blick, Schwanz und Ohren aufgerichtet, kann knurren und Zähne fletschen, Mundwinkel nach vorn gezogen.

Hündische Missverständnisse

Hunde und Menschen leben schon seit Jahrtausenden zusammen. Trotzdem verstehen wir uns manchmal nicht. Einen süßen Hund wollen wir umarmen. Doch was wir lieb meinen, kann ihm Angst machen. Statt ihn mit Streicheln zu „überfallen“, hockt man sich besser vor ihn und krault ihm Brust oder Kinn. Unbekannte Hunde lässt man aber zuerst an sich schnuppern, um zu sehen, wie sie reagieren: Manche sind ängstlicher als andere, manche schneller wütend. Sieht man einen Hund auf sich zulaufen, sollte man nie wegrennen. Denn das weckt seinen Jagdtrieb. Ruhig stehen bleiben und etwas zur Seite schauen zeigt dem Hund, dass er keine Angst haben muss. Starrt man ihm dagegen in die Augen, sagt man: „Ich drohe dir!“ Um mit Hunden richtig umgehen zu lernen, kann man einen Hundeführerschein machen. Die Tiere lernen dabei, zu gehorchen. In einigen Teilen Deutschlands ist der Schein für Hundebesitzer Pflicht.

Tolle Wut?

Laut bellend beißen sie um sich, Speichel tropft ihnen aus dem Maul: Hunde mit Tollwut können sehr gruselig aussehen. Früher dachte man, die Tiere wären „toll“ – so sagte man einmal zu verrückt – vor Wut. Tatsächlich ist Tollwut eine Krankheit, die das Gehirn schädigt und seltsames Verhalten auslöst. Im Speichel kranker Tiere sind tödliche Viren enthalten, ein Biss kann auch Menschen anstecken. In Deutschland gibt es dank Impfungen keine Tollwut mehr. Das ist aber nicht überall so. Deshalb darf man niemals ungeimpfte Straßentiere aus anderen Ländern nach Deutschland bringen: Sie können das tödliche Virus schon in sich tragen, wenn man es ihnen noch nicht ansieht.

Krankhaft schön

Der Mensch hat die Französische Bulldogge so gezüchtet, dass sie wie ein süßer Welpe aussieht: mit großem Kopf und kleiner Schnauze. Je kürzer ihre Schnauze, desto schlechter bekommt sie aber Luft. Auch die Perserkatze kann mit ihrem eingedrückten Gesicht Probleme beim Atmen und Fressen haben. Werden Tiere so gezüchtet, dass sie leiden, nennt man das Qualzucht. Sie ist nach dem Tierschutzgesetz verboten. Ein Beispiel für Qualzucht ist die Zucht mit tauben Katzen, die dies möglicherweise an ihre Kinder weitergeben. Ganz weiße Katzen haben oft dieses Problem. Deshalb sollten Züchter mit ihnen einen Hörtest machen, bevor die Tiere Nachwuchs bekommen dürfen.

Gefährliche Genüsse

Der Degu und andere Haustiere können gute Freunde für den Menschen werden. Klar, dass man auch kleine Leckereien wie Schokolade, Eis oder Gebäck mit ihnen teilen möchte. Doch was lieb gemeint ist, wird den Tieren im schlimmsten Fall zum Verhängnis: Den Degu kann Süßes zuckerkrank machen. Diese Krankheit bringt zum Beispiel sein Augenlicht in Gefahr. Auch süßes Obst sollte der Nager deshalb nicht bekommen. Für Hund und Katze ist Schokolade sogar giftig. Fressen sie zu viel davon, können sie sterben.

Wenn Tiere Ferien haben

Sommerurlaub – Was tun mit dem Haustier? Kleintiere wie Kaninchen können genauso wie Katzen von Freunden oder Nachbarn versorgt werden. Hunde kommen meist gerne mit in den Urlaub. Man kann sie gut gesichert im Auto transportieren. Sogar ins Flugzeug dürfen sie mit. Ins Ausland dürfen sie aber nur mit Tattoo oder Mikrochip reisen: Diese zeigen, um welches Tier es sich handelt und wem es gehört. Zum Reisen braucht es zudem einen Ausweis, wie wir. Darin muss zum Beispiel stehen, dass das Tier gegen Tollwut geimpft ist. Ohne Impfung könnte es die gefährliche Krankheit bei uns einschleppen.

Du wünschst Dir ein Haustier und möchtest wissen, welches Tier am besten zu dir passt? Dann mach mit bei unserem Haustier-Check!

Was will ich mit dem Tier tun?

(Mehrfachnennung möglich)

Wie viel Zeit haben meine Eltern und ich für das Tier? *

* Es kann auch mehr Zeit nötig sein, zum Beispiel brauchen Jagdhunde längere Spaziergänge als Schoßhunde.

Sind wir oft genug da?

Wie viel können wir im Monat für das Tier ausgeben? *

* Ohne Anschaffungskosten, Kosten können auch höher sein.

Diese Tiere könnten gut für dich geeignet sein

Leider können wir Dir kein bestimmtes Tier vorschlagen. Dies liegt vielleicht daran, dass du zu wenig Zeit für ein Tier hast oder nicht genug Geld im Monat dafür ausgeben kannst. Denk immer daran: Ist ein Haustier erst einmal angeschafft, muss es gepflegt, gefüttert und beschäftigt werden. Auch wenn du mal keine Lust hast. Vielleicht gibt es ja in Deiner Nachbarschaft oder bei Freunden Tiere, um die du dich ab und zu kümmern kannst? Du kannst auch im Tierheim nachfragen, ob Du dort helfen kannst.

Es war nicht das richtige Tier für dich dabei?

Oder du möchtest Dich über andere Haustiere informieren? Hier findest du eine Tabelle, in der genauer dargestellt ist, was man bei welchem Tier beachten muss und für wen bestimmte Tiere geeignet sind. Denn bedenke: Ein Haustier begleitet dich und deine Familie meist jahrelang. Mehr Infos findest du auch in der Haustierfibel und den Unterrichtsmaterialien zu diesem Thema.